jasmin heydecker
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Die Einstimmung

einstimmen
… ist der Beginn einer Malsequenz und hilft in der Stille des Ateliers anzukommen, die Aufmerksamkeit nach Innen zu richten und den Atem, unseren Puls des Lebens, wahrzunehmen. Der nach Aussen geschützte Raum dient dem Vertrauen und dem ungestörten Eintauchen.

… ist wie eine Brücke von der Aussenwelt in die Innenwelt zu verstehen und bietet die Möglichkeit im Hier und Jetzt Konzentration zu üben. Der kopflastige und manchmal stressige Alltag bleibt draussen und wir können mit dem Unbewussten, den verborgenen Welten, in Kontakt treten.

… schenkt uns Aufmerksamkeit und Achtsamkeit: Atem-, Körper- und Stimmarbeit entspannt den Körper. Wir wecken unsere ursprüngliche Energie, kommen mit unserer Körperschwingung in Kontakt und nehmen uns ganzheitlich wahr. Die Ganzheitlichkeit ist Schlüssel in die Bilderwelt. Durch sie stossen wir auf unsere inneren Ressourcen und machen sie uns eigen.

… ist Lebendigkeit und in Bewegung kommen. Ein wacher Körper und eine bewegliche Seele sind Schöpfer unseres kreativen Ausdrucks. Körperübungen helfen der seelisch-geistigen Vorbereitung und der Körper wird für das Malen trainiert (das Herz wird geöffnet, die Hände werden aufs Tun vorbereitet, die Füsse auf das Stehen, die Augen auf das Sehen, die Nase auf das Riechen, die Ohren auf das hören und die Haut auf das Fühlen).

… sensibilisiert unsere Sinnesorgane, beruhigt Emotionen und Gefühle. Der Körper mit all seinen Schichten wird durchlässig, Öffnung kann entstehen und die malende Person tritt an immer tiefere Schichten ihres Unbewussten heran (therapeutische Wirkung).

… ist wohltuend und bereichernd.

Das Malen
malen
… ist der Hauptbestandteil einer Sequenz. Leuchtende, duftende Farben empfangen uns auf der Palette in der Mitte des Ateliers. Die Palette wird zum sozialen Zentrum wo sich die Malenden begegnen.

… ist lustvoll und schöpferisch. Mit der passendenen, intuitiv gewählten Farbe lässt sich die Person an das Blatt führen. Gemalt wird mit den weichen Pinseln oder mit den Fingern. Die Farben weisen eine enorme Leuchtkraft auf und eigenen sich besonders gut zum deckend Malen.

… bedeutet die eigene Lebensspur (wieder) zu entdecken und auf dem Blatt zu hinterlassen. Aus anfänglichen Spuren auf dem Blatt werden klare Formen. Aus Formen wird sichtbares gegenständliches Malen. Durch das Malen entsteht Klarheit, Ganzheit und Wachstum.

… ist körperbezogenes Ausdrucksmalen: alles Erlebte formt uns zu dem, was wir heute sind. Vieles liegt im Bereich des Sprachlosen und Unbewussten. Ausdrucksmalen bedeutet, all dem Ausdruck zu geben was ist, mit Farben und Formen sichtbar werden zu lassen.

… ist körperliche Identifikation. Als Maltherapeutin rege ich dazu an, gegenständlich zu Malen und sich mit dem Gemalten körperlich zu vereinen. Das Malen führt uns so immer tiefer in das Bild hinein. Elemente z.B. werden körperlich erlebt und erreichen grosse Lebendigkeit.

… ist Begegnung mit sich selber. Hier treffen Teile aus unserer Urerinnerung, unserer Lebensgeschichte und dem täglichen Erleben zusammen und werden auf dem Bild sichtbar gemacht.

… macht beweglich. Jede Malsequenz fordert uns zur Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte heraus. So entstehen Bilder Schritt für Schritt. Was nicht mehr stimmig ist, kann verändert werden. Durch die Bild-Begegnung über mehrere Malsequenzen werden die Entwicklung, die Veränderung und der Prozess sichtbar.

… bedeutet auch auf eigenen Widerstand zu stossen, bereit sein, diesen auszuhalten um ihn schliesslich mit dem eigenen Tun zu überwinden. Das Malen ist für mich Persönlichkeitsentwicklung und stärkt das Selbstvertrauen.

… erhebt keinen Anspruch an das künstlerische Schaffen, sondern an Bilder, die aus dem echten Körpergefühl des malenden Menschen hervortreten.

… ist Spiegel seiner selbst.

Das Gespräch
gespräch
… bildet den Abschluss einer Malsequenz und hilft Distanz gegenüber dem eigenen Bild zu bekommen. Es ist wichtig, die Welt im Atelier wahrzunehmen und danach die Aussenwelt wieder bewusst zu betreten.

… fördert das Miteinander: Gemeinsam findet sich die Gruppe im Kreis zusammen. Jeder malende Mensch berichtet so viel, wie es für ihn stimmig und passend ist. Es geht um kurze Worte, um das Reflektieren der eigenen Malerfahrung, das heutige Erleben.

… bringt Klarheit und gibt nochmals die Möglichkeit, das Bild auf sich wirken zu lassen und sich dann aus dem Atelier zu verabschieden.
 
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